News-Überblick

Polnischer Pavillon

Polen in Japan

Projekt:
Polnischer Pavillon

Agentur:
ingarden & ewy, Krakau

Projektleitung:
Claus Holtmann, Benedict Meißner

Messe/Event:
EXPO 2005, Aichi, Japan

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Die EXPO 2005, die in diesem Jahr in Aichi, Japan, stattfand, stand unter dem Motto `Nature`s wisdom` - die Weisheit der Natur. Jedes teilnehmende Land hatte sich mit seiner Präsentation diesem übergreifenden Thema unterzuordnen. So auch Polen.

Nach einem Konzept der Architekten ingarden & ewy, Krakau, entstand ein eindrücklicher Pavillon, dessen Aussage sich dem Unterthema „Art of life“ widmet. Bereits die Fassadengestaltung wies auf die Gegensätzlichkeit heutiger Lebensformen hin: Am Computer entwickelte Elemente wurden aus Metall vorgefertigt.

Traditionshandwerker in der Region „Klein-Polen“ übernahmen die Beflechtung der Rahmen. In Kombination mit herkömmlicher Metallbautechnik entstand eine in jeder Beziehung erstaunliche Fassade, deren Lebendigkeit und Dreidimensionaliät sich bereits dem sich nähernden Besucher erschloss.
         
Das Innere des Pavillons stellte metaphorisch einen geologischen Querschnitt des Landes dar, von der Ostsee im Norden bis zu den Karpaten im Süden. Erschließung, Architektur und unterschiedliche mediale Installationen nahmen den Besucher mit auf eine Reise durch Polen.

Ein aufwändiger Breitwandfilm über 8 Projektionsfelder übernahm die Aufgabe, den vornehmlich japanischen Besuchern erste Eindrücke über das Land und seine Kultur zu vermitteln. Klavierkonzerte mit Werken des polnischen Komponisten Chopin sprachen die Sinne der Besucher an und bildeten eine Brücke zu europäischer Tradition.
         
Über Treppen und mäandernde Rampen begab sich der Besucher in den oberen Bereich des Pavillons, um über einen Fahrstuhl in den „unterirdischen“ Bereich zu gelangen. Die künstlerische Nachbildung der Salzhöhle von Wieliczka vermittelte ein ungewohntes haptisches Erlebnis für die virtuell überfütterten japanischen Besucher.

Holtmann übernahm die Gesamtkoordination des Projektes und stellte sich damit einer Aufgabe der besonderen Art: Als Bindeglied zwischen zwei Kulturen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, in engem Budgetrahmen und unter Zeitdruck musste ein Projekt abgewickelt werden, das weltweit Beachtung finden würde. Der Polnische Pavillon war während der 6 Monate dieser Weltausstellung durchgehend sehr gut besucht. Die maximale Kapazität von 7.000 Besuchern pro Tag wurde an jedem Tag erreicht. Es ist also weit mehr als der enorme Kompetenzzuwachs in Bezug auf Fernost-Expertise bei Holtmann, der für ein in allen Belangen erfolgreich abgeschlossenes Projekt spricht.