News-Meldung

Holtmann baut Wasserwelten an Koreas Küste

22.02.2012

Themenbereich „Schatzkammer“: Eine Manganknolle im Zentrum des Bereichs symbolisiert die Potenziale des Tiefseebergbaus der Zukunft (Bild: facts and fiction GmbH)

    

Startschuss zum Ausbau des Deutschen Pavillons zur Expo 2012


Mitte Februar begannen in Yeosu offiziell die Arbeiten am Innenausbau des Deutschen Pavillons zur Expo 2012, die vom 12. Mai bis zum 12. August stattfindet. Das Messebauunternehmen Holtmann leitet den Ausbau des zweistöckigen Pavillons vor Ort, der unter dem Motto „Seavolution“ auf eine Reise von der Küste bis zum Meeresgrund einlädt. „Der lebende Ozean und die Küste – Ressourcenvielfalt und nachhaltige Aktivitäten“ lautet das Thema der Weltausstellung, die 2012 im südkoreanischen Yeosu ihre Tore öffnet.


Nach einem Konzept der Live-Kommunikationsagentur facts and fiction GmbH und des Architekturbüros GTP Architekten realisiert Holtmann in Yeosu die faszinierende Küsten- und Unterwasserwelt „Seavolution“ des Deutschen Pavillons. Eine Dünenlandschaft lässt in virtuellen Strandkörben Animationen rund um den Bereich „Küste“ lebendig werden. Dazu gehören umweltfreundliche Schiffe ebenso wie Tsunami-Frühwarnsysteme. Der Themenbereich „Lebensraum“ beschäftigt sich mit den Ozeanen als größtem Ökosystem der Welt und gewährt einmalige Einblicke in die Unterwasserwelt. Die „Schatzkammer“ widmet sich anschließend dem umweltschonenden Ressourcenabbau in der Tiefsee. Den Höhepunkt des Pavillonbesuchs bildet die „Main Show“. Mit einer Rundum-Projektion entführt sie die Besucher auf eine virtuelle Tauchfahrt auf den Grund des Ozeans.


Mikrokosmos Deutscher Pavillon

 

Um das Tiefsee-Abenteuer entstehen zu lassen, verbaut Holtmann in den nächsten drei Monaten in Korea über 53 Tonnen Stahl, errichtet mehr als 2.500 Quadratmeter Wand und verlegt unzählige Kilometern Kabel.

„Ein Expo-Pavillon ist fast ein eigener Mikrokosmos. Ihn zu realisieren ist ein komplexes Unterfangen mit vielen bau-technischen Besonderheiten. Neben den Grundvoraussetzungen für einen Pavillon, wie Fußböden, Wände und Lichtanlage, benötigen wir für „Seavolution“ komplexe technische Konstruktionen, um die Projektionen und Animationen in den Themenbereichen möglich zu machen. Auch eine Schallschutzwand werden wir hochziehen, um die „Main Show“ von den restlichen Bereichen geräuschlos abzutrennen. Da ist solides Handwerk genauso gefragt wie Ingenieur-Fachwissen“, erklärt Geschäftsführer und Wirtschafts-ingenieur Claus Holtmann.


Internationales Team für die Weltausstellung

 

Holtmann hat bereits umfangreiche Expo-Erfahrung gesammelt. Neben der Expo 2000 in Hannover und der Landesexpo 2002 in der Schweiz, war der Messebauspezialist besonders im asiatischen Raum aktiv. Für die Expo 2005 in Japan realisierte Holtmann den polnischen und litauischen Pavillon und baute 2010 in Shanghai das Hamburg House.


Nach Yeosu hat das Messebauunternehmen zwölf Mitarbeiter aus Langenhagen entsandt, die dort mit rund 25 Mitarbeitern einer koreanischen Partnerfirma „Seavolution“ entstehen lassen. „Das Spannende an den Expo-Aufträgen ist die interkulturelle Zusammenarbeit. Wir arbeiten mit Kollegen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturkreisen zusammen. Das ist immer wieder interessant und neu“, beschreibt Claus Holtmann den Reiz des Expo-Geschäfts, „Natürlich kann ein internationales Team manchmal auch eine echte Herausforderung sein. Aber so ein Expo-Bau lebt vor allem von einem möglichst harmonischen Zusammenspiel der Nationen. Und am Ende hat man gemeinsam eine Weltausstellung aufgebaut!“

 


Organisiert wird die deutsche Beteiligung an der Weltausstellung in Yeosu von der Hamburg Messe und Congress GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie.