ewo 2008
ewo's kühner Aufbruch Projekt: Agentur: Architekten: Projektleitung: Messe/Event: Größe: |
ewo fertigt hochwertige Lichtsysteme.
Die Firma trat zum ersten Mal auf der light+building 2008 in Frankfurt am Main auf. Sie tat dies auf eine ungewöhnliche Art, indem sie einer Gruppe junger Leute mit unterschiedlichen Begabungen völlig freie Hand ließ, den Auftritt zu konzipieren, frei nach einer alten Kulturförderungsregel: "Geld geben, und im übrigen Ruh!" Die fünf "jungen Wilden" kamen aus den Sparten Architektur, Design, Graphik, Film und Musik.
Einzig durch den verfügbaren Platz und die geltende Messe-Ordnung limitiert, plante die Gruppe um den Spross des Hauses ewo, den Architekturstudenten Hannes Wohlgemuth, den kompletten Auftritt auf dieser traditionsreichen Messe.
Die Grundidee zielte darauf ab, dem Messebesucher einen Ausstieg aus dem überfrachteten Informationsfluss einer Messe zu bieten. Das Licht wurde zurückgedimmt und nur Produkte und Projekte sowie die Informationstheke und der Loungebereich in bewusst gerichtetes und abgegrenztes Licht gebettet. So unterschied sich der Auftritt grundlegend von den umgebenden Unternehmen, die ihre Stände vornehmlich in helles Licht tauchten und machte dadurch um so mehr auf sich aufmerksam.
Die Architektur bestand im Wesentlichen aus zwei markanten, farbig beleuchteten Kegelstümpfen von 6,00 m Höhe, die auf der Höhe von 3,50 m eine dunkle abgehängte Decke durchstießen.
Die Wirkung, die damit erzielt wurde, konzentrierte sich auf das Wechselspiel zwischen großzügigen, offenen Freiflächen mit niedriger Raumhöhe und geschlossenen Raumelementen in voller Hallenhöhe.
Die zwei Segmente entsprachen den beiden Geschäftsfeldern des Unternehmens: individuell und den Anforderungen von Architekten entsprechend entwickelte Leuchten, sowie hochwertige Lichtsysteme aus dem Standardprogramm. Ausgesuchte Projekte wurden hier mittels Modellen und zugeordneten Bildsequenzen präsentiert, die die Projekte und das Thema Licht auch auf emotionale Weise aufarbeiteten.
Zwischen den Kegelstümpfen verteilt waren vier Straßenleuchten auf schiefen Ebenen ausgestellt. Den Leuchten wurde dadurch mehr Wertigkeit gegeben. Der Besucher erhielt eine völlig neue Perspektive auf diese Bauteile, indem er sie aus der Nähe betrachten und anfassen konnte.
Hinter dem Theken- und Loungebereich war die Rückwand mit einem dünnen Metallstreifen präpariert. Jeder Besucher erhielt eine mit Magnet und Batterie verbundene LED, die er an die Rückwand werfen konnte, um so Spuren seines Standbesuches zu hinterlassen. Die Lichtpunkte verdichteten sich im Laufe der Messe zu einem Sternenhimmel.
Als die Realisierung des Projektes an Holtmann herangetragen wurde, gab es nicht viel mehr als die Idee und eine Skizze. Benedict Meißner stieg dennoch darauf ein. Er erkannte das Potenzial einer Zusammenarbeit, bei der Holtmann wesentlich dazu beitragen konnte, eine Vision Wirklichkeit werden zu lassen.
Sämtlichen Beteiligten hat dieses Projekt in jeder Phase Spaß gemacht, allen vorweg Björn Wiedenhöft, dem Projektleiter auf Seiten Holtmanns.
Das gemeinsame Erarbeiten von Lösungen und Details, das prozesshafte Vorgehen mit dem Ziel größtmöglicher Annäherung, das Verstehen gestalterischer Anliegen und Aussagen - dies alles führte zu einem perfekten Auftritt für den Kunden und wird, wie bereits angekündigt wurde, zu weiteren gemeinsamen Projekten führen.






